Trocknertücher – Tests, Tipps & Tricks

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Trocknertücher

Wer seine Textilien regelmäßig im Waschtrockner trocknet, wird den damit oftmals einhergehenden muffigen Duft kennen. Viele greifen dann zunächst zum Weichspüler, damit die Wäsche besser riecht und gleichzeitig weicher wird. Dies kann bei längerer Anwendung aber dazu führen, dass z.B. die Leitungen verkleben. Eine bessere Alternative sind Trocknertücher, die in Deutschland noch nicht so bekannt sind, wie z.B. in den USA. Sie sollen für einen angenehmen Duft und weiche Wäsche sorgen. Aber wie funktionieren sie? Und worauf gilt es bei der Anwendung zu achten?

Was sind Trocknertücher?

Auf den ersten Blick erinnern Trocknertücher an Kosmetiktücher. Ansonsten haben sie mit Kosmetiktüchern aber nichts gemeinsam. Trocknertücher weisen eine kleine und quadratische Passform auf und bestehen aus einem weichen Material, dessen Zusammensetzung von den Herstellern geheim gehalten wird. Häufig verwenden die Hersteller hier die Produktform „Gemisch“ oder „Materialmix“. Sie kommen, wie der Name schon vermuten lässt, beim Trockner zum Einsatz, indem sie zur Wäsche in die Trommel gelegt werden. Die spezielle Faser der Tücher soll die Fasern der Textilien, die getrocknet werden sollen, bereits beim Trocknungsvorgang glätten. Das hat wiederum zur Folge, dass die Wäschestücke weicher werden und besser gebügelt werden können. Sie sollen aber auch den Duft der Wäsche verbessern, weshalb sie in vielen verschiedenen Duftvarianten erhältlich sind.

Was bewirken Trocknertücher?

Die Hersteller versprechen viel, halten aber nicht immer alles, was auf der Packung steht.

Durch Trocknertücher soll(en) …
  • die Fasern und Farben der Kleidung geschützt werden
  • die Faltenbildung reduzuiert werden
  • die oftmals mit dem Trocknungsvorgang einhergehende statische und knisternde Aufladung der Wäschestücke verhindert werden
  • der Wäsche ein angenehmer Duft verliehen werden

Man hört immer wieder, dass einige Trocknertücher nur duften sollen, aber weder Farben schützen noch eine statische Aufladung verhindern. Einen aktuellen Trocknertücher Test (Stand 08/2017) von Stiftung Warentest oder einer ähnlichen seriösen Organisation konnten wir bei unserer Recherche leider nicht finden. Deshalb wird man seine Entscheidung wohl aufgrund von Kundenmeinungen oder eigenen Versuchen fällen müssen.
Die Kundenrezensionen im Internet bescheinigen vorallem der Marke Lenor und den amerikanischen Marken gute Leistungen.

Welche Arten von Trocknertücher gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man bei Trocknertüchern zwischen klassischen und amerikanischen Varianten, die sich wie folgt voneinander unterscheiden:

Klassische Trocknertücher

Das klassische Trocknertuch wird von deutschen und namhaften Herstellern wie DM, Domol oder Lenor angeboten und ist üblicherweise in Drogerie- und Supermärkten erhältlich. Typische Packungsgrößen beinhalten 5 bis 25 Stück. Erhältlich sind sie in verschieden Düften und zu unterschiedlichen Preisen. Auch einige Haushaltsgerätehersteller, wie Electrolux, bieten ihre eigenen Trocknertücher an.

Lenor Trocknertücher Aprilfrisch, 5er Pack (5 x 25 Stück)

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3.4 von 5 Sternen bei 150 Kundenbewertungen
3.4 von 5 Sternen

Amerikanische Trocknertücher

Auch in diesem Segment bevorzugen viele Verbraucher den Weg übers Internet, um dort ihre Trocknertücher zu beziehen. Hier werden auch Tücher aus den USA angeboten, die insbesondere mit ihren deutlich größeren Packungsgrößen punkten. Typisch sind hier Packungen mit 100 Stück. Des Weiteren entscheiden sich viele für amerikanische Hersteller wie Bounce oder Snuggle, da die Duftzusammensetzung etwas anders ist als bei den deutschen Varianten und diese oftmals als angenehmer empfunden wird. Das ist natürlich auch immer vom persönlichen Geschmack abhängig. Zudem sind die großen Packungen der Amerikaner meist günstiger.

Bounce (Outdoor Fresh) Sheets, 240 Count - Trocknertücher 240 Tücher aus USA

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5.0 von 5 Sternen bei 1 Kundenbewertungen
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Snuggle Aromatücher Trocknertuecher - Exhilarations 70 Stück (blue iris & bamboo silk)

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4.0 von 5 Sternen bei 1 Kundenbewertungen
4.0 von 5 Sternen

Wie benutzt man Trocknertücher?

Die Anwendung von einem Trocknertuch gestaltet sich sehr einfach und unkompliziert. Das jeweilige Trocknertuch wird in die Waschtrommel zur Wäsche gelegt, fertig. Je nach Hersteller und Menge der Kleidungsstücke werden dafür ein oder zwei Trocknertücher benötigt. Vor der Anwendung sollten die Anwendungshinweise beachtet werden, da die Anzahl der anzuwendenden Tücher pro Trocknungsvorgang etwas variieren kann.

Nachteilig ist natürlich, dass nur sehr wenige Trocknertücher mehrmalig angewendet werden können.

Wo gibt es Trocknertücher?

Trocknertücher gibt es im Fachhandel vor Ort wie in den meisten Supermärkten, in Drogeriemärkten, in Fachgeschäften mit Haushaltsbedarf und im Internet, wobei die letzte Variante den Preisvergleich einfacher macht. Bekannte Hersteller von Trocknertüchern sind unter anderem deutsche Marken wie Lenor, Rossmann oder DM oder amerikanische Marken wie Bounce und Snuggle.

Welche Alternativen gibt es?

Trocknerball

Wer sich weiche und duftende Textilien wünscht, muss aber nicht zwingend zu Trocknertüchern greifen. Es gibt auch Alternativen, wie zum Beispiel den Trocknerball. Hier unterscheidet man zwischen genoppten Plastikkugeln und natürlicher Wolle, die ganz ohne Chemie auskommt. Beide Varianten sorgen für weichere Kleidung, da sie die Textilien beim Trocknungsvorgang durchkneten. Die Wolle kommt dem Trocknertuch aber am nächsten, da sie durch den Einsatz von ätherischen Ölen für einen angenehmen Duft sorgt.

Blissany Trocknerbälle 6er Set - Aus 100% Schafswolle

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3.8 von 5 Sternen bei 111 Kundenbewertungen
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Kräutersäckchen selber herstellen

Mindestens genauso effektiv sind Kräutersäckchen, die Ihr ganz einfach selber machen könnt. Sie sind auch gleichzeitig eine gute Alternative zu Trocknertüchern und zum Trocknerball für Allergiker, da sie ganz ohne Zusatzstoffe auskommen. Benötigt wird für das Kräutersäckchen ein Leinentuch und Kräuter. Das Leinentuch kann dann entweder mit Kräutern Eurer Wahl befüllt werden oder mit normalem Weichspüler, Parfüm oder verdünnten ätherischem Öl besprüht werden, wobei Allergiker natürlich bei den natürlichen Varianten bleiben sollten. Das selbstgemachte Trocknertuch oder das Kräutersäckchen werden dann einfach genauso wie das Trocknertuch in die Waschtrommel gegeben.

Was müssen Allergiker beachten?

Eigentlich müssen sich Allergiker bei der Anwendung von klassischen Trocknertüchern keine Sorgen machen, da diese von Haus aus antiallergisch sind. Es kann aber durchaus vorkommen, dass manche Menschen auf die darin enthaltenen Duftstoffe allergisch reagieren. Bei sachgemäßer Anwendung und Lagerung der Tücher sollte dies aber nicht der Fall sein. Bei der richtigen Lagerung gilt darauf zu achten, dass die Tücher nicht im geöffneten Zustand im Wohnraum herumliegen. Schließlich weisen sie ein sehr starkes Aroma auf. Wichtig ist daher, dass die Packung im geschlossenen Zustand aufbewahrt wird und nur kurz geöffnet wird, wenn die Trocknertücher in die Trommel gelegt werden sollen.

Anders ist es, wenn man unter einer Hautkrankheit leidet. Gewisse Duftstoffe können die Haut oder Atemwege reizen. In diesem Fall sollte man eher auf eine natürliche Variante setzen.

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