Waschnüsse – eine gute Alternative?

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Waschnüsse

Seid Ihr auf der Suche nach einem umweltfreundlichen Waschmittel? Dann könnt Ihr es mal mit Waschnüssen probieren. Diese werden in Indien schon seit Jahrhunderten angewandt und sind seit einiger Zeit auch hierzulande erhältlich. In den Schalen der Waschnüsse ist Saponin enthalten, das eine reinigende Wirkung hat und diese in Wasser entfaltet.

Was sind Waschnüsse?

Waschnüsse sind die Früchte des Waschnussbaum, der in den tropischen Regionen Asiens beheimatet ist und zu den Seifenbaumgewächsen gehört. In Indien werden die Früchte nicht nur zum Waschen von Kleidung und Harren verwendet sondern kommen auch im medizinischen und kosmetischen Bereich zum Einsatz. Die Waschnuss ist etwa so groß wie eine Haselnuss und wird im September geerntet. Nach dem trocknen sind die Nüsse nicht mehr klebrig und wechseln von orange in eine dunkelbraune Farbe. Hier in Europa werden sie als ganze Nüsse und auch in Pulverform verkauft. Flüssigwaschmittel aus Waschnüssen ist ebenfalls erhältlich.

Wie werden Waschnüsse angewendet?

Wenn Ihr ganze Nüsse kauft, dann müsst Ihr diese vor der Verwendung knacken und die Schalen in einem kleinen Beutel aus Baumwolle direkt zur Wäsche geben. Für einen Waschgang reichen circa drei bis vier Nüsse. Das in den Schalen enthaltene Saponin wirkt fett- und fleckenlöslich. Wenn Ihr nur 30 oder 40 Grad Wäsche habt, könnt Ihr die Waschnüsse ein weiteres Mal verwenden, bei höheren Temperaturen sollte Ihr sie nach dem Waschgang entsorgen. Da keine chemischen Zusätze in den Waschnüssen enthalten sind könnt Ihr sie einfach auf den Kompost werfen. Waschnüsse in natürlicher Form bekommt Ihr im Internet, im Reformhaus und in Bio-Läden. Als Flüssigwaschmittel oder in Pulverform auf natürlicher Basis werden sie inzwischen auch in gut sortierten Drogerien verkauft.

Was darf mit Waschnüssen wie gewaschen werden?

  • Bunt- und Kochwäsche von 30 – 90 °C
  • Baumwolle
  • Wolle und Seide

Welche Vorteile und Nachteile haben Waschnüsse?

Aus ökologischer Sicht sind Waschnüsse ohne Frage die bessere Alternative zum herkömmlichen Waschmittel. Doch Ihr fragt euch vermutlich, was das Ganze kostet und ob die Wäsche damit wirklich sauber wird. Bei Stiftung Warentest jedenfalls sind die auf Waschnüssen basierenden Waschmittel durchgefallen. Hartnäckige Flecken bleiben auch nach mehreren Waschgängen bestehen, zudem weist die Wäsche nach wenigen Wochen einen Grauschleier auf. Auf Enzyme und Bleichmittel kann wohl doch nicht so ohne weiteres verzichtet werden. Vom Preis her sind die Waschnüsse zwar immer noch günstiger als viele Markenwaschmittel, jedoch gibt es bei durchschnittlich 16 Cent pro Waschgang viele Produkte die weniger kosten. Ein weiterer Nachteil ist, dass in Kombination mit hartem Wasser die Waschmaschine schnell verkalkt.

Trotz der Nachteile gibt es immer noch viele die auf die Anwendung von Waschnüssen schwören. Neben der Umweltfreundlichkeit spiele dafür auch andere Faktoren eine Rolle. Personen mit Hautproblemen wie Neurodermitis vertragen die handelsüblichen Waschmittel oft nicht, da darin immer chemische Zusätze und Bleichmittel enthalten sind. Waschnüsse dagegen haben eine mildere Wirkung und bei Buntwäsche bleiben die Farben länger erhalten.

Bio-zertifizierte Waschnüsse (Sapindus Mukorossi) 1000g mit zwei Dosierbeuteln

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4.2 von 5 Sternen bei 49 Kundenbewertungen
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1 Kommentar

  1. Auf Waschnüssen basierende Waschmittel sind nicht dasselbe wie Waschnüsse selbst, diese sind nämlich wunderbar. Ich würde sagen, dass der einzige wirkliche Nachteil von ihnen ist, dass sie schrecklich stinken. Aber sie waschen.
    Sie sind außerdem, im Gegensatz zu dem stark alkalischen Vollwaschmittel eher neutral (im chemischen Sinne). Sie lösen auch hartnäckige Verschmutzungen gut.

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