Wie sollte man Sportbekleidung richtig waschen?

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +
Sportbekleidung waschen

Foto: FSEID / fotolia.com

Ein schweißtreibendes Training setzt im Organismus Endorphine frei. Es fördert die körperliche Gesundheit. Zieht man die Sportbekleidung aus, fühlt sich der Stoff feucht an, Schweißflecken prangen darauf. Nicht selten verströmen Funktionsshirt, Sporthose und Turnschuhe einen unangenehmen Geruch. Aus hygienischen Gründen wäscht man die Sportsachen nach jedem Training. Sonst vermehren sich auf dem Stoff die geruchsbildenden Bakterien. Dadurch leidet man unter Hautreizungen und scheelen Blicken anderer Trainierender, die sich an dem muffigen Geruch stören. Um das zu vermeiden, gibt es im folgenden Beitrag nützliche Tipps für die Wäsche von Sport- und Trainingskleidung.

Welche Regeln sollte man beim Waschen von Sportbekleidung beachten?

In früheren Zeiten stellte das Waschen der Sportsachen kein Problem dar. Nach dem Training landeten das weiße Unterhemd und die Baumwollhose in der Waschmaschine. Mittlerweile erfüllt die Trainingskleidung mehrere Bedürfnisse und besteht daher aus besonderen Fasern. Zu den bekannten Materialien zählen beispielsweise:

  • Polyester,
  • Polyamid,
  • Polypropylen
  • und Elasthan.

Die komplizierten Namen verraten bereits, dass die einfache Maschinenwäsche bei 40 Grad der Vergangenheit angehört. Um die empfindlichen Stofffasern nicht zu beschädigen, wäscht man die Funktionswäsche erst nach drei oder vier Handwäschen in der Waschmaschine. Qualitativ hochwertige Sportbekleidung erweist sich als atmungsaktiv und wärmespeichernd. Damit die positiven Eigenschaften erhalten bleiben, reicht ein Waschgang mit niedriger Temperatur – maximal 30 Grad – aus. Zudem sollte man auf einen geringen Schleudergang achten. In der Regel befinden sich an Laufhosen, Sportjacken und Trainingsshirts Klettverschlüsse und Reißverschlüsse.

Schließt vor dem Waschen sämtliche Verschlüsse, damit in der Kleidung keine Löcher oder andere Beschädigungen entstehen. Vorwiegend Fleecekleidung neigt nach der Maschinenwäsche zu einer unliebsamen Knötchenbildung. Folglich verliert der kuschelige Stoff seine weiche Struktur. Damit dies nicht passiert, dreht Ihr Fleece-Kleidungsstücke vor dem Waschen auf links. Hierbei reicht ebenfalls eine Waschtemperatur von 30 Grad. Auf das Bügeln des Materials verzichtet Ihr, da Hitze die flauschigen Fasern beschädigt. Seinen isolierenden Charakter erhaltet Ihr, indem Ihr das Kleidungsstück traditionell an der Luft trocknet. Achtet darauf, die Sportkleidung nicht in die pralle Sonne zu hängen.

Sportbekleidung in der Waschmaschine
  • Verschlüsse schliessen
  • Fleece-Kleidungsstücke vor dem Waschen auf links drehen
  • 30 Grad Waschtemperatur nutzen
  • Kleidung nicht bügeln

Hand oder Maschine – wie sollte Trainingskleidung gewaschen werden?

Nach jedem Training benötigt Sportbekleidung eine intensive Wäsche, um Schweiß- und Schmutzrückstände zu beseitigen. Eine häufige Maschinenwäsche zerstört jedoch die Kunststofffasern, wodurch die Kleidungsstücke ihre Multifunktionalität verlieren. Daher bewährt es sich, Sportshirts und Trainingshosen nach der Joggingrunde oder dem Krafttraining mit der Hand zu reinigen. Dazu füllt man das Waschbecken mit lauwarmem Wasser. Shampoo oder Duschgel eignen sich als Reinigungsmittel für die empfindsamen Materialien. Mit einer handelsüblichen Handbürste gelingt es, hartnäckige Schmutzflecken zu entfernen.

Nach der Handwäsche hängt man die Kleidung auf dem Wäscheständer zum Trocknen auf. Verzichten sollte man bei Kleidungsstücken aus Kunststofffasern auf den Gebrauch des Trockners oder des Bügeleisens. In beiden Fällen sorgt die Hitze dafür, dass die Fasern miteinander verkleben. Das beeinträchtigt die Optik der hochwertigen Trainingssachen und deren Funktionalität, vorrangig die Atmungsaktivität.

Sportsachen per Hand waschen
  • Lauwarmes Wasser ins Waschbecken
  • Shampoo oder Duschgel als Reinigungsmittel verwenden
  • Handbürste zum Entfernen hartnäckiger Flecken verwenden

Einzelne Trainingssachen bewusst waschen: clevere Tipps für frische Wäsche

Wäscht man Sportsachen nach mehrmaliger Handwäsche in der Maschine, sollte man ein flüssiges Feinwaschmittel verwenden. Dieses reinigt die Fasern schonend und bleibt nicht im Gewebe haften. Das Waschmittel sollte sparsam dosiert werden. Pro Waschgang reicht eine halbe Kappe aus. Zudem nützt es, die Trainingskleidung separat zu säubern. Auf diese Weise vermeidet man, dass Natur- und Baumwollfaserrückstände an den Kunstfasern hängen bleiben. Ebenso beugt man einer unliebsamen Verfärbung vor. Bei allen Sportartikeln sollte ein niedriger Schleudergang und eine geringe Temperatur eingestellt werden. Dennoch bleibt oft die Frage offen, wie folgende Kleidungsstücke richtig gewaschen werden:

  • Funktionsshirts,
  • Outdoor-Jacken,
  • Laufschuhe,
  • Trainingssocken,
  • Sport-BH
  • und Badeanzüge.

Funktionsshirts waschen

In der Regel bestehen Funktionsshirts aus einem Materialmix, teilweise aus Mikrofasern, Mischgeweben oder Membranen. Vor dem Waschen sollte man daher aufmerksam die Pflegehinweise auf den Etiketten durchlesen. Mit einem Synthetik-Waschprogramm bei 40 Grad säubert man die Oberbekleidung – vorher auf links gedreht – zuverlässig. Achtet darauf, die Waschmaschine nicht komplett zu füllen, damit die Fasern nicht stetig aneinanderreiben. Bei wasserabweisenden T-Shirts dringt das Waschmittel nicht tief in Fasern, sodass Schmutzrückstände bleiben. Um das zu vermeiden, tränkt man den Stoff vor der eigentlichen Wäsche mit lauwarmem Wasser.

Outdoor-Jacken waschen

Outdoor-Jacken – oftmals Membranjacken – wäscht man bei intensiver Nutzung alle zwei bis drei Monate. Für Funktionsjacken und Fleece existiert ein Spezialwaschmittel mit besonderen Zusatzstoffen. Es entfernt Salze und Fettrückstände gründlich. Die ideale Waschtemperatur liegt bei 30 Grad. Zusammen mit der Jacke können problemlos Trainingssocken gewaschen werden, die vorwiegend Elasthanfasern enthalten. Damit die temperaturregulierende Funktion erhalten bleibt, folgt dem Waschgang die Lufttrocknung.

Hey Sport Doppelpack Tex und Impra Wash je 250 ml

Hey Sport Doppelpack Tex und Impra Wash je 250 ml

3.8 von 5 Sternen bei 77 Kundenbewertungen
3.8 von 5 Sternen

Laufschuhe waschen: praktische Pflegetipps für das Trainings-Outfit

Wenn ihr mit Vorliebe Joggen geht, gehört eines zwingend zum Training: die Laufschuhe. Nach intensiver Nutzung prangen auf diesen Flecken. Ein kräftiger Schweißgeruch strömt aus dem Inneren. Um die Schuhe in der Maschine bei 30 Grad zu waschen, verpackt man sie einzeln in Waschbeutel oder Kissenbezüge. Durch Feinwaschmittel oder Flüssigseife verhindert man, dass grobe Waschmittelkörner das Material beschädigen. Nach einem schonenden Schleudergang trocknen die Laufschuhe – ausgestopft mit Zeitungspapier – an der Luft. Riechen sie dennoch unangenehm, packt man sie, in eine Plastiktüte eingewickelt, über Nacht ins Tiefkühlfach. Durch die Kälte sterben die geruchsbildenden Bakterien.

Sport-BH waschen

Damit der Sport-BH nach dem Work-out sauber bleibt, weicht man ihn in lauwarmem Wasser ein. Als Waschmittel eignet sich ein mildes Babyshampoo. Nach mehreren Handwäschen folgt die Maschinenwäsche bei einem Schonwaschgang. Die Wäsche per Hand erhält gleichermaßen für den Badeanzug Relevanz. Nach jeder Nutzung reinigt man ihn gründlich mit kaltem Wasser. Die Mehrzahl der Badesachen besteht zum Großteil aus Neopren. Damit in dem Material keine Beschädigungen entstehen, wird es an der Luft getrocknet. Anschließend wird der Badeanzug zusammengerollt. Eine dunkle und trockene Lagerung erhöht die Lebensdauer des Kleidungsstücks.

Sportwaschmittel – positiv für die Trainingskleidung?

Sportwaschmitteln gelingt es, die Kunststofffasern der Funktionswäsche effektiv zu reinigen, ohne deren Lebensdauer zu beeinträchtigen. Durch den Einsatz der speziellen Waschmittel, bleiben die Eigenschaften der Trainingskleidung erhalten:

  • Atmungsaktivität,
  • Wärmeregulierung,
  • Windstopper,
  • Wasserabweisung.
Perwoll sport activecare 3D, Waschmittel,4er Pack (4 x 1.5 L)

Perwoll sport activecare 3D, Waschmittel,4er Pack (4 x 1.5 L)

4.6 von 5 Sternen bei 70 Kundenbewertungen
4.6 von 5 Sternen

Imprägnierschutz für Sportkleidung – muss das sein?

Imprägnierschutz wird für Outdoor-Bekleidung benötigt. Durch den regelmäßigen Einsatz bei jedem Wetter und mehrmaliges Waschen verlieren die Kleidungsstücke ihre Imprägnierung. Um sie zu erneuern, existieren beispielsweise Imprägnier-Sprays. Mit diesem besprüht man die Außenseite der Funktionsjacken. Alternativ besteht die Möglichkeit, die Imprägnierung einzuwaschen. In beiden Fällen kommt es darauf an, sie im Nachhinein zu aktivieren. Das geschieht durch eine Erwärmung, beispielsweise das Bügeln bei handwarmer Temperatur. Ebenso bewährt es sich, das Kleidungsstück nach der Imprägnierung in den Trockner zu packen. Bei 30 Grad verbindet sich der Wasser- und Windschutz mit den Kleiderfasern.

Scotchgard Protector Universal Imprägnierspray für Stoff, Textil und Leder im Outdoor-Bereich, 400 ml

Scotchgard Protector Universal Imprägnierspray für Stoff, Textil und Leder im Outdoor-Bereich, 400 ml

3.8 von 5 Sternen bei 168 Kundenbewertungen
3.8 von 5 Sternen

Warum sollte kein Weichspüler verwendet werden?

Sportkleidung wäscht man am besten bei niedrigen Temperaturen mit einem flüssigen Feinwaschmittel. Keinesfalls kommt ein Weichspüler zur Anwendung. Dieser riecht zwar gut, verklebt jedoch die Gewebestruktur der Funktionswäsche. Dadurch büßt sie ihre Atmungsaktivität ein. Vor dem Waschen sollten die Pflegetipps des Herstellers gründlich durchgelesen werden. Dadurch vermeidet man Schäden an den hochwertigen und oft kostenintensiven Kleidungsstücken.

Share.

Kommentieren