Wäsche trocknen mit Trockner oder Wäscheleine?

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Wäscheleine oder Trockner?

Foto: stockphoto-graf / fotolia.com

Viele sind zunächst von der einfachen Handhabung eines Wäschetrockners begeistert, da das oftmals sehr lästige Aufhängen der Wäsche entfällt. Aber ist das Trocknen mit Wäschetrockner wirklich so viel praktischer? Oder ist die Wäscheleine doch die bessere Alternative? Diese und weitere wichtige Fragen beantworten wir Euch im folgenden Ratgeber.

Sollte man im Sommer und Winter unterschiedlich Trocknen?

Um Stromkosten zu sparen, kann es sinnvoll sein, sich je nach Witterung anzupassen. Im Sommer sorgen die warmen Temperaturen dafür, dass die Wäsche schnell und unkompliziert auf der Wäscheleine getrocknet werden kann. Sind kein Balkon oder Garten vorhanden könnt Ihr natürlich auch auf einen Wäscheständer in der Wohnung ausweichen. Das hat sogar den positiven Nebeneffekt, dass der Raum durch die Verdunstungskälte abgekühlt wird. Wichtig ist nur, dass die Wohnung regelmäßig gelüftet wird.

Im Winter entscheiden die aktuellen Witterungsverhältnisse darüber, ob es mehr Sinn macht den Waschtrockner zu benutzen. Das ideale Winterwetter zum Trocknen von Wäsche auf der Wäscheleine draußen ist trocken und windig. Es dauert nur etwas länger als im Sommer. Das Wäsche trocknen auf dem Wäscheständer in der Wohnung ist im Winter nicht unbedingt zu empfehlen, da durch das häufige Lüften, damit die Feuchtigkeit entweichen kann und die Heizkosten unnötig in die Höhe getrieben werden. Ist das Wetter im Winter nicht ideal, solltet Ihr lieber auf den Wäschetrockner umsteigen.

Welche Vor- und Nachteile hat das Trocknen auf der Wäscheleine?

VorteileNachteile
  • Energiekosten werden eingespart
  • nicht jedes Wäschestück eignet sich für den Trockner
  • Verschleiß der Wäsche wird reduziert
  • große Teile wie Bettwäsche können leichter getrocknet werden
  • wird nicht regelmäßig gelüftet, steigt die Schimmelgefahr
  • im Winter führt es zu erhöhten Heizkosten

Wo sollte der Wäscheständer draußen am besten aufgestellt werden?

Wird der Wäscheständer mit Wäsche in den Schatten gestellt, dauert es natürlich etwas länger mit dem Trocknen. Allerdings verträgt weiße Wäsche die Sonne leider nicht immer, da sie durch die starke Sonneneinstrahlung, insbesondere bei Synthetik gelbe Flecken bekommen kann und bunte Wäsche kann in der Sonne ausbleichen. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, bevorzugt den Schatten.

Wie sollte man welche Wäsche auf die Wäscheleine hängen?

Um ein bestmögliches Trocknungsergebnis zu erzielen, sollte Wäsche auf der Wäscheleine folgendermaßen aufgehangen werden:

  • Socken an der Spitze aufhängen
  • T-Shirts und Longsleeves werden mit ihrem Bund über die Wäscheleine gehangen und die Seiten mit Klammern befestigt
  • Röcke, lange und kurze Hosen werden am Bund aufgehangen und mit Wäscheklammern befestigt
  • Strickwaren wie Cardigans liegend trocknen, um Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe zu vermeiden
  • knitteranfällige Textilien am besten auf einem Kleiderbügel trocknen
  • Bettwäsche mit der Öffnung in Windrichtung aufhängen, das sorgt für eine faltenfreie und schnelle Trocknung

Was ist bei der Nutzung eines Wäscheständers in der Wohnung zu beachten?

Wenn Ihr eure Wäsche mittels Wäscheständer in der Wohnung trocknen wollt, solltet ihr die Wäsche in einem warmen Raum trocknen, da die warme Luft die Feuchtigkeit besser aufnehmen kann. Wichtig ist, dass während des Trocknens regelmäßig stoß gelüftet wird, sprich für ca. 10 Minuten, damit die Feuchtigkeit entweichen kann und kein Schimmel in der Wohnung entsteht. Wenn möglich geht das noch effektiver mit Querlüften, sprich durch Durchzug, indem gegenüberliegende Fenster ebenfalls geöffnet werden.

Um Platzprobleme zu vermeiden, gibt es inzwischen einige sehr innovative Methoden.

Deckenständer Foxydry Mini 150, vertikaler Wäscheständer, zusammenklappbar

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4.8 von 5 Sternen bei 9 Kundenbewertungen
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Welche Vor- und Nachteile hat das Trocknen im Waschtrockner?

VorteileNachteile
  • unabhängig von den Witterungsverhältnissen und vom Platzbedarf
  • Wäsche wird gleichzeitig geglättet
  • Wäsche ist schneller trocken
  • erhöhter Energieverbrauch
  • nicht alle Textilien eignen sich für den Trockner
  • Wäsche verschleißt schneller

Welche Wäsche sollte lieber nicht in den Trockner?

Besonders empfindliche Textilien können durch den Trocknungsvorgang im Wäschetrockner irreparable Schäden erleiden, umso wichtiger ist es, sich im Vorfeld darüber zu informieren. Im Wäschetrockner haben demnach nichts zu suchen: Empfindliche Kleidungsstücke wie Spitzenwäsche und Strümpfe, BH´s sowie Textilien aus echter Seide. Abzuraten vom Trocknen im Wäschetrockner ist außerdem bei Kleidungsstücken die Kunststoffe beinhalten, die zum Beispiel für Schulterpolster verwendet werden und Laufsocken mit Kautschuk- oder Kunststoff-Stoppern. Nicht getrocknet werden dürfen Textilien aus echter Wolle und Badvorleger, die eine Gummiunterseite aufweisen. Bevor Ihr etwas in den Waschtrockner steckt unbedingt das Etikett des jeweiligen Kleidungsstückes mit Hinweisen auf Wasch- und Trocknungsvorgang lesen.

Leifheit Standtrockner Pegasus 150 Solid Slim, standfester
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4.4 von 5 Sternen bei 636 Kundenbewertungen
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PEARL Reisewäscheleine: Flexible Wäscheleine mit 8 beschichteten Klammern, 170-210cm (Reise Wäscheleinen)

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3.6 von 5 Sternen bei 132 Kundenbewertungen
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Welche Kosten können durch Trocknen auf der Wäscheleine gespart werden?

Wer seine Wäsche bevorzugt auf der Wäscheleine trocknet, kann enorme Stromkosten einsparen. Ein klassischer Trockner verbraucht ungefähr 3,2 Kilowattstunden pro Trockengang. Wenn man von einem Strompreis pro Kilowattstunde von 30 Cent ausgeht, ergeben sich daraus 96 Cent pro Vorgang. Für einen 4-Personen-Haushalt, der in der Woche ca. 3 Ladungen Wäsche trocknet, entstehen so jährliche Kosten von rund 150 Euro. Das macht wiederum deutlich, dass es sich durchaus lohnen kann, wenn man die Wäscheleine dem Waschtrockner vorzieht. Die Haushaltskasse wird sich in jedem Fall freuen.

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