Wie funktioniert ein Waschtrockner?

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Wie funktioniert ein Waschtrockner?

Foto: dima_pics / fotolia.com

Der Waschtrockner kombiniert die Fähigkeit einer Waschmaschine mit der eines Wäschetrockners. Dieses Gerät ist platzsparend und empfiehlt sich für Wohnungen, in denen für zwei separate Geräte kein Platz ist. Es gab jedoch bei älteren Modellen ein paar kleine Nachteile zu bedenken. Da trockene Wäsche mehr Volumen benötigt als nasse, musste nach dem Wasch- und vor dem Trockengang die Hälfte der Maschine leergeräumt werden. So entstanden bei einer vollen Maschine immer drei Durchgänge: Ein Wasch- und zwei Trockenläufe, was zusätzliche Arbeit sowie einen hohen Strom- und Wasserverbrauch bedeutete. Moderne Waschtrockner gibt es inzwischen aber bereits in der Energieeffizienzklasse A mit bestmöglicher Nutzung von Wasser- und Strom.

A. Der Waschvorgang

Ein Waschtrockner benötigt Anschlüsse für Strom, Frischwasser und Abwasser. Die heute gebräuchlichen Waschvollautomaten bieten in der Regel folgenden Programmablauf an.

1. Einweichen

Beim Einweichen läuft zunächst nur kaltes Wasser in die Waschtrommel, darin lösen sich unter anderem Essensreste oder Blutflecken auf. Natürlich können Sie die Maschine auch an die Hausversorgung mit Warmwasser anschließen, das mit Gas zum Beispiel effizienter erhitzt als mit dem Strom des Waschtrockners. Manche Verschmutzungen wie Blut lösen sich aber ausschließlich oder besser in kaltem Wasser.

2. Vorwäsche

Mit der Vorwäsche beseitigen Sie starke Verschmutzungen, die vor allem an Kinder- oder Berufskleidung entstehen. Dazu gibt es an den Waschvollautomaten sogar noch ein separates Fach für Waschmittel – getrennt von dem für den Hauptwaschgang. Die Vorwäsche kommt aber heute selten zum Einsatz, das Programm können Sie auch ohne Vorwäsche einstellen. Sie wird heute kaum noch benötigt, weil Technik und Waschmittel eine Qualität besitzen, denen der Hauptwaschgang genügt. Eine Konsequenz daraus ist der Siegeszug der Flüssigwaschmittel, die mitsamt dem kleinen Plastik-Portionierer direkt in der Waschtrommel liegen.

3. Hauptwaschgang

Der Hauptwaschgang entfernt dann die Verschmutzungen. Dies geschieht durch die Mechanik der Waschtrommel mit der Wasser- und Waschmittellösung darin. Dabei dreht sich die Trommel immer wieder in verschiedenen Geschwindigkeiten mal in die eine, mal in die andere Richtung. Setzen Sie ein Waschmittel in Pulverform ein, zieht sich die Maschine dieses aus der Waschmittelkammer.

4. Spülen

Das Spülen findet in mehreren Durchgängen statt, kombiniert mit kurzen Schleuderetappen. Dabei entsorgt die Maschine den gelösten Schmutz mit dem Schmutzwasser und dem Waschmittel in das Abwasser.

5. Weichspüler

Weichspüler oder Stärke kommen bei Bedarf zum Einsatz. Dafür gibt es eine dritte, separate Kammer zum Einfüllen und die Maschine ruft erst am Ende diese Mittel ab.

6. Schleudern

Der Schleudervorgang presst mit hoher Tourengeschwindigkeit von 600 bis 1400 Umdrehungen pro Minute das Wasser aus der Wäsche. Danach entnehmen Sie die Textilien zum Aufhängen auf eine Leine oder gehen zum Trocknervorgang über.

B. Der Trocknervorgang

Waschtrockner gibt es für eine Füllmenge von bis zu 9 kg, will man das Programm jedoch ohne Unterbrechung und Umpacken vom Waschen bis zur Trocknung durchziehen, so kann man nur max. 6-7 kg hineinpacken. Die modernen Modelle besitzen Sensoren, die Feuchtigkeit sowie Temperatur messen und für eine zielgenaue Trocknung sorgen. Sie entziehen mit Kaltluft der Wäsche das Wasser, sodass der hohe Wasserverbrauch zum Herunterkühlen der heißen Trocknerluft entfällt. Diese Kaltlufttechnik spart im Vergleich zum Verfahren mit Heißluft bis zu 40 Liter Wasser pro Wasch- und Trockenvorgang. So bieten innovative Waschtrockner alle Vorteile dieses Systems, vermeiden aber die Nachteile der Anfangsmodelle.

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